Vaters Hörgerät liegt auf dem Tisch. Die Batterie ist leer, und es summt leise. Ich spiele daran herum und drehe es zur Wand. Der Klang trifft die Küchenwand und kommt zurück, aber er wird zu keinem Wort.
Vater verpasste immer kleinere Geräusche: die sich öffnende Tür, Regen, meine Schritte. Aber ich wurde nur lauter. Ich schrie: Warum ist es so laut? Und jedes Mal berührte Vater sein Hörgerät und sah aus dem Fenster.
Eines Nachts brach Vater zusammen. Ich rief den Krankenwagen und weinte, bis mir die Kehle riss. Hörte er damals meine Stimme? Oder sah er nur die Form meines Mundes? Seit jenem Tag trägt das Hörgerät keinen Ton mehr.
Ich schreibe Vater einen Brief: Ich habe meine Stimme viel zu spät gesenkt. Aber dieser Brief kann nicht gelesen werden. Ich lege ihn neben das Hörgerät, als könnte Vater noch hören, und setze eine neue Batterie ein.
