An einem verschneiten Abend sitzen wir beide mit dampfendem Doenjang-Eintopf zwischen uns. Du schöpfst wortlos Reis. Ich zerreiße Kimchi mit den Stäbchen. Draußen vor dem Fenster sammelt sich Schnee, und zwischen uns sammeln sich Worte.
Die gebratenen Anchovis, die du mochtest, sind zu salzig. Ich muss etwas zu viel Salz dazugegeben haben. Ohne etwas zu zeigen, trinkst du Wasser und füllst dann das Glas vor mir. Solche kleinen Gesten liegen auf dem Tisch.
Wir holen ein altes Fotoalbum hervor: dein junges Gesicht, mein langer Rock. Das Café, in dem wir uns zum ersten Mal trafen, ist verschwunden; jetzt steht dort ein Laden. Du zeigst auf mich im Foto und lächelst: Damals warst du so schön.
Ich schreibe dir einen Brief und falte ihn unter das Kissen. Bevor du am Morgen aufwachst, nehme ich ihn wieder heraus und zerknülle ihn. Dieser Brief liegt noch immer dort. Niemand liest ihn.
