Die Marktgasse am Morgen ist immer nass: Fischgeruch und das Geräusch von Gummistiefeln. Ich sitze an einem Stand und starre auf den Rettich, den eine alte Frau geschnitten hat. Ein Stück fällt zu Boden, und ein Hund kommt und frisst es.
Die Frau am Tteokbokki-Stand spricht mich an: Junger Mann, wie geht es heute? Hast du gegessen? Warum sind deine Hände so kalt?
Ich winke ab und schüttle den Kopf. Mein Herz ist noch nicht bereit. In Wahrheit habe ich mich mit jemandem gestritten und bin in diese Gasse geflohen.
Da bleibt ein Kind vor mir stehen. Es reicht mir den Ballon in seiner Hand und sagt: Herr, den schenke ich Ihnen, dann läuft es zurück in die Arme seiner Mutter. Ich nehme den Ballon und sehe ihn lange nur an.
Ich schrieb keinen Brief. Ich band den Ballon nur an den Eingang der Gasse. Die Schnur löst sich im Wind und verfängt sich an einer Straßenlaterne; das rote Gummi bleicht langsam aus. Das Kind wird sich wohl nicht erinnern. Ich stehe auf und gehe nach Hause.
