Der Zug ist noch nicht angekommen. Die Stühle im Wartesaal sind leer. Ich stehe vor dem Kaffeeautomaten und lasse eine Münze fallen. Die Hundert-Won-Münze rollt über den Boden, und jemand tritt im Vorbeigehen darauf.
Der Bahnhofswärter sieht auf die alte Uhr. Die Zeiger sind vor zehn Jahren stehen geblieben. Damals verpasste ich den letzten Zug und verbrachte die Nacht auf diesem Stuhl. Das Essen in dem Tuch, das Mutter mir gab, riecht innen noch nach Kimchi.
Ich tue so, als wartete ich auf jemanden. In Wahrheit kommt niemand. Auch als der Zug einfährt, steige ich nicht ein. Ich sehe nur zu, wie Menschen ein- und aussteigen. Eine junge Frau setzt sich neben mich, liest eine Zeitung und geht.
Ich werde diesen Brief auf der Bahnhofsbank lassen, wie einen Brief ohne Besitzer. Vielleicht hebt ihn jemand zufällig auf und sagt: Ach, dieser Mensch hat auf mich gewartet. Ich kaufe einen Kaffee und lasse ihn einfach stehen, bis er kalt wird.
